
Was ist Ergotherapie?
Ergotherapie versteht sich als ganzheitliche Therapie.
Ihre Fördermaßnahmen zielen ab auf Körper, Geist und Seele,
wobei die Gesamtsituation der Betroffenen berücksichtigt wird.
Über bedürfnis- und alltagsorientiertes Handeln will sie Selbstwert
und Identität stärken, fördern oder wiederherstellen und
Eigenpotentiale freilegen.
Die Therapie wird gezielt auf das Krankheitsbild abgestimmt und soll die Menschen bei der Bewältigung ihrer Lebenssituationen in jeder Hinsicht unterstützen.
Behandlungsziele in der Pädiatrie
- Integration von Sinneseindrücken als Basis für eine altersgerechte motorische, sensorische und kognitive Entwicklung
- Stärkung der Eigenaktivität hin zu mehr Selbständigkeit im Alltag
- Verbesserung der Interaktion und Kommunikation mit der Umwelt
- Stabilisierung dieser Basisfunktionen, um gesunde Entwicklung sicher zu stellen und die Bedrohung durch Behinderung zu mildern
Begleitende Gespräche mit den Eltern und Bezugspersonen des Kindes (z. B. Erziehern und Lehrern) sind wichtiger Bestandteil der Therapie. Ihnen soll dadurch die Möglichkeit gegeben werden, die Schwierigkeiten der Kinder zu verstehen und nach ihren Möglichkeiten das Umfeld den Bedürfnissen der Kinder entsprechend zu gestalten.
Zu Beginn einer ergotherapeutischen Behandlung erfolgen ein ausführliches Anamnesegespräch und eine Befunderhebung.
Durch die differenzierte Beobachtung der Handlungsqualität im freien Spiel und bei gezielten Aufgabenstellungen, werden folgende Bausteine überprüft:
- die Bewegungsabläufe und motorischen Funktionen
- die sensorischen Leistungen
- die kognitiven Leistungen
- die adäquate Anpassung der Handlung an die jeweilige Situation
Standardisierte Testverfahren ergänzen die ergotherapeutischen Diagnostik.
Bei der Bewertung soll die individuelle, psychosoziale Situation des Kindes mitberücksichtig werden.
Abhängig vom Entwicklungsstand und individuellen Schwierigkeiten des Kindes gelangen unterschiedliche therapeutische Konzepte zur Anwendung, z.B.:
- das Konzept der geführten Bewegung
(nach Felicie Affolter)
- das Konzept der sensorischen Integration
(nach Jean Ayres)
- das Konzept der neurophysiologischen Bewegung
(nach Bobath)
Was kostet Ergotherapie?
Grundlage der ergotherapeutischen Arbeit ist eine ärztliche Verordnung.
Die jeweilige Krankenkasse übernimmt die Kosten.
Es verbleibt ein Eigenanteil des/der Krankenversicherten in Höhe von 10%, sofern keine Befreiung vorliegt, sowie 10 € pro Rezept.
Wie erhält man Ergotherapie?
Der Hausarzt oder der Facharzt veranlasst die ambulante Ergotherapie und stellt die Verordnung aus.
Unser Team
Unser Team aus qualifizierten Bobath- und SI-Therapeutinnen und -Therapeuten kann alle Fachbereiche abdecken.
Weitere Informationen unsere Praxen und über Ergotherapie
finden Sie auf unserer Website: www.ergopraktik.de |